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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Stadt Düsseldorf

Die Kindertagespflege als wichtiger Bestandteil des Betreuungssystems sichert in Düsseldorf derzeit mit 48,14 % das Betreuungsangebot für Kinder im Alter unter 3 Jahren. Ihr weiterer Ausbau ist daher sowohl quantitativ mit Blick auf den wachsenden Betreuungsbedarf als auch qualitativ hinsichtlich der stetig steigenden Anforderungen an die Kindertagespflegepersonen von großer Bedeutung. Imagekampagnen und verbesserte Rahmenbedingungen sollen Interesse wecken und Kindertagespflegepersonen zu längerfristiger Tätigkeit motivieren. Die Koordinierungsstelle wird bei der Stadt Düsseldorf die Planung in den Themenfeldern und die Abstimmung mit den Kooperationspartnern begleiten und koordinieren. Mit den Aufgaben der Eignungsfeststellung, Begleitung und Beratung der Kindertagespflegepersonen und der Eltern sind freie Träger betraut. Die Qualifizierung wird von mehreren Bildungsträgern angeboten. Die ersten Kurse werden 2019 beginnen. In die geplante Neufassung der Richtlinien der Stadt Düsseldorf soll die Qualifizierung nach dem QHB Eingang finden.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Vielfalt an Bildungsträgern

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Die Qualifizierung nach QHB beginnt mit dem Bundesprogramm und wird in Kooperation mit den bereits mit der Stadt Düsseldorf zusammenarbeitenden Bildungsträgern erfolgen. Zielgerichtete Informationsveranstaltungen dienen der Gewinnung zukünftiger Tagespflegepersonen, die Akquise von Praktikumsstellen wird intensiviert, so dass 2019 die ersten zwei Kurse beginnen können. Zur Verstetigung nach dem Förderprogramm soll die Qualifizierung nach QHB in der Neufassung der Richtlinien der Stadt Düsseldorf Berücksichtigung finden.

Anzahl Tagespflegepersonen

1.170 (Stand März 2018)

Logo Stadt Düsseldorf

Themenfelder

Eine Fülle von Maßnahmen dient der Gewinnung neuer Kindertagespflegepersonen und der Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung der Kindertagespflege. Dazu zählen u. a. die Vorstellung erfolgreicher Modelle, Fachtage, Markt der Möglichkeiten sowie Qualitätssiegel. Spezielle Informationsveranstaltungen zum Arbeitsfeld wenden sich direkt an Erzieherinnen und Erzieher. Ebenso wird verstärktes Augenmerk auf eine enge Bindung an das Tätigkeitsfeld gelegt, die mit niedrigschwelligen Beratungsangeboten, gemeinsamen Treffen und gesonderten Bedarfsabfragen vorangebracht werden soll.

Die Weiterentwicklung der Kindertagespflege bedingt auch eine Weiterentwicklung der Fachberatung. Neben der Schaffung von Grundstandards für alle Fachberatungen und gemeinsamen Absprachen zur Anwendung dieser Standards mit den Fachberatungen der freien Träger werden Fortbildungsreihen konzipiert und mit Kooperationspartnern umgesetzt. Der Bedarf wird praxisbezogen ermittelt. 2019 werden zwei Workshops als Input-Veranstaltungen zum OHB durchgeführt. 

Das Konzept zur Umsetzung der Inklusion in der Kindertagespflege sieht sowohl die Fortbildung für die Fachberatung vor als auch Fortbildungen für alle Kindertagespflegepersonen, die Kinder mit Behinderung betreuen sowie deren Vertretungen. Eine Bedarfsabfrage zu erforderlichen Inhalten soll 2019 erfolgen. Darüber hinaus sind themenbezogene Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten der Inklusion geplant. Im Fokus steht zudem die Gestaltung des Übergangs von der Kindertagespflege in die Kita. Die Erfahrungen werden in die Überarbeitung der Richtlinien einfließen.

Im Rahmen des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“ werden die unterschiedlichen Vertretungsmodelle evaluiert. 2019 soll eine Datenerfassung zum Einsatz von Vertretungskräften bei Kindertagespflegepersonen erfolgen, die die Vertretung selbstständig regeln. Ziel ist die Gewährleistung regelmäßigen Kontakts zum Bindungsaufbau der Kinder zu den Vertretungskräften. Ein Workshop zu diesem Thema ist geplant.

Zur Weiterentwicklung der Elternarbeit und des Zusammenwirkens mit Familien soll nach der Erhebung des Bedarfs eine Reihe von Fortbildungsmaßnahmen gemeinsam mit Fachberatung und Bildungsträgern starten: klassische Fortbildungen, Fachtage, „Markt der Möglichkeiten“ und Workshops. Schwerpunkte dabei sind Entwicklungsgespräche, Bildungsbereiche, Bildungsdokumentation, Stärkung der Kommunikationsfähigkeit der Kindertagespflegepersonen, Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe, professionelle Balance zwischen Nähe und Distanz, Umgang mit Konflikten. Angebote für Eltern und gemeinsame Feste werden weiterentwickelt und tragen zur Gestaltung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bei.

Kindertagespflege zeichnet sich durch Formenvielfalt der Angebote aus, die vorhandene Vielfalt soll erhalten und bedarfsgerecht ausgebaut werden: Kindertagespflege im Haushalt der Tagespflegeperson, in anderen geeigneten Räumen, Großtagespflege und Kindertagespflege im Haushalt der Erziehungsberechtigten. Hinsichtlich der verschiedenen Formen und deren Bewertung soll die Möglichkeit einer Elternbefragung geprüft werden. Die Implementierung des QHB soll die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags, der zehn Bildungsbereiche im Land NRW sowie die Zusammenarbeit mit Eltern befördern.

Die möglichen Veränderungen einer Vergütungsstruktur werden zur gegebenen Zeit durch den JHA zu regeln sein.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.duesseldorf.de/jugendamt.html

Kooperationspartner*innen:

ASG-Bildungsforum

AWO-Familienbildungswerk

efa Evangelisches Familienbildungswerk Düsseldorf

Kaiserswerther Diakonie sowie Kaiserswerther Familienakademie

Der Paritätische sowie Paritätische Akademie LV NRW e.V

Adresse:

Jugendamt der Landeshauptstadt Düsseldorf
Willi-Becker-Allee 7
40227 Düsseldorf

Ansprechpartner*innen:

Angela Tillmann
Projektbearbeitung
Tel.: 0211 89 95394
E-Mail: angela.tillmann@duesseldorf.de

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