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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Stadt Baden-Baden

Die Kindertagespflege in Baden-Baden ist wesentlicher Baustein im System der Kindertagesbetreuung. Im Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ soll sie nach dem quantitativen Ausbau in den letzten Jahren nun besonders in ihrer pädagogischen und strukturellen Qualität weiterentwickelt werden. Daher ist die Profilierung in Bezug auf andere Formen der Kinderbetreuung wie auch der einzelnen verschiedenen Betreuungsformen in der Tagespflege beabsichtigt. Die Koordinierungsstelle bei der Stadt nimmt eine zentrale Stellung bei der Entwicklung und Umsetzung der verschiedenen Konzepte sowie der Vernetzung der Akteure ein. Die Volkshochschule Baden-Baden e. V. ist Kooperationspartner bei der schrittweisen Implementierung der Qualifizierung nach QHB ab 2019. Mit der Professionalisierung der Kindertagespflege und der Optimierung der Rahmenbedingungen werden interessierte Fachkräfte gewonnen und im Tätigkeitsfeld gehalten.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Volkshochschule als Bildungsträger zur Umsetzung des QHB

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Nachdem die Koordinierungsstelle das notwendige Netzwerk geschaffen hat und mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit Teilnehmende gewonnen werden konnten, soll die erste Grundqualifizierung nach QHB im Herbst 2019 beginnen. Die Anschlussqualifizierung folgt dann ab 2020. Kooperationspartner für die Implementierung ist die Volkshochschule Baden-Baden e. V. Nach erfolgreicher Erprobung sollen die Ergebnisse in den Gremien vorgestellt werden, um die Verstetigung der Qualifizierung zu erreichen. Dem dient auch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit während der Projektlaufzeit.

Anzahl Tagespflegepersonen

42 (Stand März 2018)

Logo Baden Baden

Themenfelder

In der Fachkräftegewinnung und –bindung hat die Stadt Baden-Baden einen hohen Stand erreicht. Mit konstanter Öffentlichkeitsarbeit wird über das Arbeitsfeld informiert. Eine Befragung bei den Kindertagespflegepersonen soll Informationen liefern und Ressourcen aufzeigen, um das Niveau und die Attraktivität zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Eine themenbezogene Arbeitsgruppe mit Tagespflegepersonen kann hier unter Anleitung der Koordinierungsstelle tätig werden.

Mit der Einführung von standardisierten Verfahren und Angeboten konnte bereits eine Qualitätssteigerung in der Kindertagespflege erreicht werden, die mit dem Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ fortgesetzt werden soll. Enge Kooperation zwischen Koordinierungsstelle und Fachberatung ermöglicht den unmittelbaren Austausch, zu Problemen, Inhalten und Bedarf: Themen aus der Qualifizierung können so weiter bearbeitet werden und Bedarfe aus der Praxis auch in die Qualifizierung einfließen. Der Kontakt zwischen Fachbereich und Kindertagespflegepersonen kann erweitert  bzw. in weiteren Formaten organisiert werden.

Unter Mitwirkung einer Arbeitsgruppe und der Koordinierungsstelle soll ein Konzept für Inklusion in der Kindertagespflege entwickelt werden. Dieses Konzept führt die Grundlagen für Information, Fortbildung und Beratung der Kindertagespflegepersonen zusammen. Die Kooperation mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ kann diesen Prozess befördern.

Im Rahmen des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“ soll die Entwicklung eines flächendeckenden und tragfähigen Konzepts für Vertretungsmodelle umgesetzt werden, das Kindertagespflegepersonen und Eltern entlastet. Hier können Erfahrungen aus der Tätigkeit einer früheren Arbeitsgruppe aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Kindertagespflegepersonen einfließen. Die Ergebnisse der Konzeptentwicklung sind dann den entsprechenden städtischen Gremien zuzuleiten und mit diesen abzustimmen.

Für die Weiterentwicklung des Zusammenwirkens mit Familien sollen neben den Inhalten in der Grund- und Anschlussqualifizierung gezielte Fortbildungsangebote geschaffen werden. Kindertagespflegepersonen sollen Zugang zum bestehenden Netzwerk an Unterstützungsmöglichkeiten für Familien erhalten und entsprechende Schulungsangebote wahrnehmen können. Insbesondere bei schwierigen Betreuungssituationen soll dem Unterstützungsbedarf der Kindertagespflegepersonen entsprochen werden.

Unter den verschiedenen Formen der Kindertagespflege ist in den letzten Jahren ein hoher Anstieg bei Kindertagespflege in anderen Räumen zu verzeichnen. Ziel ist die Stärkung der Kindertagespflege im eigenen Haushalt, denn dort ist der typische Charakter der Kindertagespflege, nämlich Betreuung im häuslichen Umfeld, am stärksten gegeben. Die Koordinierungsstelle soll auch in diesem Bereich aktiv mitgestalten.

Hinsichtlich der Vergütung der Kindertagespflegepersonen, die einen wesentlichen Anreiz bei der Entscheidung für eine Tätigkeit in der Kindertagespflege darstellt, sieht sich die Stadt Baden-Baden, auch im Vergleich zu anderen Kommunen und zum benachbarten Landkreis, gut aufgestellt. Dieses hohe Niveau soll gehalten und ggf. entsprechend neuer Empfehlungen angepasst werden.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.baden-baden.de

Adresse:

Stadt Baden-Baden
FG Kindertagesbetreuung und Jugendförderung
Hermannstr. 2
76532 Baden-Baden

Ansprechpartner*innen:

Ankica Rukavina
Abteilungsleitung Kindertagesstätten und Kindertagespflege
Tel.: 07221 931 4900
E-Mail: ankica.rukavina@baden-baden.de

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