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Rems-Murr-Kreis - Landratsamt Kreisjugendamt

Vor dem Hintergrund der sowohl ländlichen als auch großstädtischen Prägung des Rems-Murr-Kreises und den daraus resultierenden Unterschieden soll die Kindertagesbetreuung mit ihren Angeboten und Formaten weiterentwickelt werden. Als fester Baustein im Gesamtangebot soll Kindertagespflege eine attraktive Alternative und bei Bedarf eine gute Ergänzung zur institutionellen Betreuung in der kommunalen und kreisweiten Bedarfsplanung sein. Dazu soll die Professionalisierung vorangebracht, die Qualität ausgebaut und nachhaltig gesichert werden.
Erfahrungen aus den Kooperationen mit sechs Tageselternvereinen, die derzeit für Vermittlung, Begleitung und Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen zuständig sind, werden in den weiteren Entwicklungsprozess aufgenommen. Die Koordinierungsstelle beim antragstellenden Träger verantwortet die optimale Abstimmung mit den Tageselternvereinen und kooperierenden Bildungsträgern, die gemeinsam die Implementierung des QHB als wesentliches Element der Qualitätssteigerung und –sicherung beschlossen haben.
Gemeinsam erarbeitete Standards dienen der Vereinheitlichung der Prozesse und Anpassung der Tätigkeitsbedingungen. Je attraktiver und nachhaltiger die Ausgestaltung sich an den Bedarfen orientiert, desto mehr Kindertagespflegepersonen entscheiden sich bewusst und dauerhaft für ihre Tätigkeit.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Weiterentwicklung und Standardisierung der Kindertagespflege in Kooperation mit sechs Tageselternvereinen

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Sechs Tageselternvereine waren bisher über Kooperationsverträge mit dem Landkreis für die Vermittlung, Begleitung und Qualifizierung der Tagespflegepersonen zuständig. Die Implementierung des QHB soll nach gemeinsamem Beschluss die Professionalisierung in der Kindertagespflege als grundlegender Baustein und zukünftiger Standard voran bringen.
Die weitere Abstimmung mit allen bislang Beteiligten und neuen Kooperationspartnern erfordert ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation. Ein erster Durchlauf nach dem QHB wird 2020 mit 300 Unterrichtseinheiten stattfinden.

Anzahl Tagespflegepersonen

371 (Stand März 2018)

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Themenfelder

Aktive Öffentlichkeitsarbeit soll das Programm in den regionalen Medien vorstellen. Informationen zur Qualifizierungsoffensive und zur attraktiven Gestaltung der Tätigkeitsbedingungen sollen eine neue Zielgruppe ansprechen und Tagespflegepersonen zur länger dauernden Qualifizierung motivieren. Um dem noch immer steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen entsprechen zu können, sollen Fort- und Weiterbildungsangebote nach Abschluss der Qualifizierung die Kindertagespflegepersonen in ihren Entscheidungen unterstützen, sich für dauerhafte Ausübung ihrer Tätigkeit zu entscheiden.

Die regelmäßig stattfindenden Fortbildungen für die Fachkräfte werden weitergeführt und mit neuen Inhalten zu Themen wie Inklusion und Fachkräftegewinnung ergänzt. Intensiver Austausch soll den Informationsfluss und die Nutzung bestehender Ressourcen zielführend optimieren. Eine enge und persönliche Begleitung der Tagespflegepersonen soll weiterhin gewährleistet werden.

Ziel ist die Entwicklung eines Inklusionskonzepts für den Landkreis, das Kindern ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot bietet und Eltern und Kindertagespflegepersonen ausreichend berücksichtigt. In diesen Prozess sollen Erkenntnisse aus der Sichtung schon etablierter Inklusionsmodelle anderer Landkreise einfließen. Einer Auftaktveranstaltung sollen themenbezogene Fachtage folgen, ebenso entsprechende Fortbildungen für die Fachberatung.

Zur Sicherung der Verlässlichkeit der Betreuungsform Kindertagespflege ist die Entwicklung eines professionellen und praxistauglichen Vertretungsmodells erforderlich, das als zentraler Baustein in der Kindertagespflege gesehen wird. Die mit allen Beteiligten entwickelten Vertretungsformen sollen in einem zeitlich befristeten Modellprojekt erprobt werden.

Wesentlicher Gesichtspunkt in der Zusammenarbeit mit Familien ist eine offene Kommunikationsstruktur. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit und niederschwellige Beratungsangebote kennzeichnen die Kindertagespflege vor Ort. Fortbildungen für Fachkräfte in der Fachberatung und Kindertagespflegepersonen zum Thema Erziehungs- und Bildungspartnerschaft befördern die weitere Entwicklung.

Auch unter dem Aspekt der Professionalisierung soll sich die Kindertagespflege mit ihren Vorteilen und Alleinstellungsmerkmalen als ausgesprochen familienähnliches Angebot profilieren. Eine besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen und deren Unterscheidung zur klassischen Kindertagespflege.

Grundlage der Vergütung sind die Empfehlungen des Landes Baden-Württemberg. Eine Arbeitsgruppe wird die Praxis kommunaler Zuschussmodelle beobachten und begleiten. Ein weiteres Thema ist die Anpassung der Vergütungsstruktur hinsichtlich der Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen sowie der Betreuung von Kindern mit Inklusionsbedarf. Der hierdurch gesetzte Anreiz zur Weiterqualifizierung wird die Qualitätssteigerung befördern.

Kontakt

Trägerwebseite:

https://www.rems-murr-kreis.de/startseite/

Kooperationspartner*innen:

Tageselternvermittlung des Vereins Kinder- und Jugendhilfe Backnang e.V.
TagesEltern Fellbach und Kernen e.V.
Tageselternverein Schorndorf und Umgebung e.V.
Tageselternverein Waiblingen e.V.
Tagesmütter Welzheimer Wald e.V.
Tageseltern Winnenden und Umgebung e.V.

Adresse:

Rems-Murr-Kreis
Kreisjugendamt
Alter Postplatz 10
71332 Waiblingen

Ansprechpartner*innen:

Frank Schaible
Koordinierungsstelle Bundesprogramm
Tel.: 07191 895 4455
E-Mail: f.schaible@rems-murr-kreis.de

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