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Region Hannover

Mit der Teilnahme am Vorgängerprogramm wurde die regionale Weiterentwicklung der Kindertagespflege bereits in Gang gesetzt. Dieser Prozess wird mit einer Vielzahl von neuen Maßnahmen fortgesetzt. Mit der Koordinierungsstelle Kindertagespflege beim antragstellenden Träger werden zwei erfahrene Fachkräfte die Umsetzung des lokalen Entwicklungsplans zur Qualitätsentwicklung steuern und den Expertenpool bereichern. Dazu beginnen 2019 Verhandlungen zur Überarbeitung des Vertrags mit den 16 Kommunen der Region Hannover, der gemeinsam erarbeitete Standards in den einzelnen Aufgaben umfasst (z. B. Vergütung, Vertretungsmodelle, Stärkung Fachberatung, Anreizsysteme). Die Qualifizierung nach QHB soll fortgeführt und mit dem bereits kooperierenden Bildungsträger verstetigt werden. Die Kindertagespflege in ihrer Vielfalt soll sich weiter als fester Bestandteil der Kindertagesbetreuung profilieren.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Überarbeitung des bestehenden Vertrags mit den  16 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover auf Basis gemeinsam standardisierter Prozesse, Weiterentwicklung der Großtagespflege

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Mit der Teilnahme am Vorgängerprogramm konnten anfängliche Zweifel hinsichtlich der Qualifizierung nach dem QHB bezogen auf Lehrgangsdauer und  Anforderungserhöhung überwunden werden, so dass aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen die Verstetigung des QHB 2021 geplant ist. Dazu ist die Zustimmung der Kommunen erforderlich. Die Kooperation mit dem Bildungsträger VHS Calenberger Land wird fortgeführt. 2019 und 2020 sollen pro Jahr jeweils eine tätigkeitsvorbereitende, eine tätigkeitsbegleitende Grundqualifizierung sowie eine Anschlussqualifizierung mit maximal 15 TN pro Kurs durchgeführt werden.

Anzahl Tagespflegepersonen

277 (Stand März 2018)

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Themenfelder

Vielfältige Maßnahmen wie Überarbeitung und Erstellung spezifischer Materialien und gemeinsame Infoveranstaltungen sollen über das Tätigkeitsfeld informieren. Die Fachberatung soll die Begleitung der Tagespflegepersonen intensivieren. Sie wird die Entwicklung und Erprobung von Anreizsystemen voranbringen, Modelle zur Übernahme der Qualifizierungskosten erarbeiten und umsetzen, den Ausbau kollegialer Fallberatung, die Vernetzung durch gemeinsame Veranstaltungen stärken. Nicht zuletzt werden die Tätigkeitsbedingungen durch verlässliche Vertretungsmodelle nachhaltig verbessert.

Gemeinsame Fortbildungen, die Finanzierung von Einzelfortbildungen, die Fortführung der Supervisionsgruppe und die Stärkung der Fachberatung vor Ort durch Unterstützung der Kommunen bei deren  Ausbau sind Bestandteile eines Konzepts für die Fachberatung, zu dem insbesondere die bessere Vernetzung und Vereinheitlichung der Prozesse gehören. Ein bereits eingeführter Arbeitskreis sowie themenspezifische Projektgruppen werden fortgeführt. Für Eltern und Kindertagespflegepersonen werden Flyer mit den Aufgaben der Fachberatung erarbeitet.

Die bereits entwickelten und eingeführten Fortbildungsformate (Langzeitfortbildung und einzelne Module, z.B. Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung) und die Supervisionsgruppen sollen fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Ein Rahmenkonzept für inklusive Fachberatung mit entsprechender Fortbildung wird erarbeitet. So können Kindertagespflegepersonen bei der Ausweitung inklusiver Betreuungsangebote durch Netzwerke, bedarfsgerechte Fachberatung und Supervisionsangebote begleitet werden. Umfassende Elterninformation ist weiterer Bestandteil des Konzepts.

Auf der Grundlage der Evaluation bestehender genutzter Vertretungsmodelle und Pilotprojekte in der Region Hannover werden neue Modelle in/für voraussichtlich vier Projektkommunen entwickelt und erprobt. Dazu zählen die Möglichkeiten eines Stützpunktmodells und Freihaltepauschalen. Für alle Kommunen in der Region Hannover, die die Aufgaben der Kindertagespflege wahrnehmen, werden verbindlichere Vorgaben zur Vertretung der Kindertagespflegepersonen erarbeitet, um dieses Betreuungsangebot für Familien verlässlicher zu gestalten.

Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Kindertagespflegepersonen und Eltern bzw. Familien soll in vielfältiger Weise weiterentwickelt werden. Informationsmaterialien werden erarbeitet, z. B. werden Familiencafés für Kindertagespflegepersonen und Eltern eingerichtet. Zudem ist die Durchführung gemeinsamer Themenabende für Familien und Kindertagespflegepersonen in Pilotkommunen geplant. Das Fortbildungsangebot wird mit Themen zur Durchführung von Elternnachmittagen, Elternaustausch und Vernetzung ergänzt und mit spezifischen Angeboten wie Coaching und Hospitationen der Kindertagespflegepersonen erweitert.

Die Vielfalt in der Kindertagespflege soll durch Angebote der Großtagespflege weiterentwickelt werden. Dazu werden Informationsmaterialien insbesondere für Träger zur Neugründung erarbeitet, die durch ein spezielles Beratungskonzept ergänzt werden (u. a. begleitete Austauschtreffen). Kindertagespflegepersonen können ein spezifisches Fortbildungsangebot nutzen. Für die 16 Kommunen wird ein Angebot von Workshops zur Überarbeitung ihrer Satzungen mit individuellen Coaching-Anteilen bereitgestellt. 

Die Gestaltung der Vergütung wird ein wesentlicher Bestandteil bei der Abstimmung der gemeinsamen Aufgaben zur Kindertagespflege in der Region Hannover sein. Die Kommunen erhalten Unterstützung bei der Überarbeitung bzw. Neugestaltung ihrer Satzungen und Regularien hinsichtlich eines angemessenen Mindestentgelts und einer verbindlichen Staffelung unter Berücksichtigung der Qualifizierung und des Mehrbedarfs bei Inklusion.

Kontakt

Trägerwebseite:

https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Soziales/Kinder-Jugendliche/Kinderbetreuung/Koordinierungsstelle-Kindertagespflege

Kooperationspartner*innen:

VHS Calenberger Land, Nadja Heinrichs 

Adresse:

Region Hannover
Team Tagesbetreuung für Kinder
Koordinierungsstelle Kindertagespflege
Hildesheimer Str. 20
30169 Hannover

Ansprechpartner*innen:

Julia Lepzien-Tebbeb / Magdalena Gottmann
Projektkoordinatorinnen
Tel.: 0511 616 23124 und 0511 616 22158
E-Mail: Julia.Lepzien-Tebbeb@Region-Hannover.de
E-Mail: Magdalena.Gottmann@Region-Hannover.de

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