Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Stadt Hamm, Jugendamt, Abt. Frühkindliche Bildung

Die Stadt Hamm will die Kindertagespflege als wichtigen Teil der lokalen Gesamtstrategie stärken und weiterentwickeln und kann dabei auf umfangreiche Erfahrungen aus dem Vorgängerprogramm aufbauen. Das zu erstellende Gesamtkonzept wird neben der Verstetigung der Qualifizierung nach dem QHB auf die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen der Tätigkeit der Kindertagespflegepersonen ausgerichtet sein. Dazu gehören die Einführung von Kooperationsvereinbarungen zur Planungssicherheit, Änderungen im Vergütungs- und Belegungssystem, die Entwicklung einer Konzeption für die Fachberatung zur Qualitätsweiterentwicklung und –sicherung, die Fortsetzung der Kooperation mit der vor Ort ansässigen Fachschule hinsichtlich der beruflichen Weiterentwicklung und Anschlussfähigkeit an andere Berufsfelder und die Weiterentwicklung  kommunaler und überregionaler Netzwerkarbeit. Die Koordinierungsstelle ist mit zwei Personen im Jugendamt der Stadt Hamm angesiedelt, dadurch ist ein enger Austausch mit der Beratungs- und Vermittlungsstelle Kindertagesbetreuung möglich.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Konzepterarbeitung  von gemeinsamen Fortbildungsreihen für Kindertagespflegepersonen und Eltern zur Weiterentwicklung der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft.

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Die Qualifizierung nach dem QHB wird bereits seit 2017 durchgeführt. Insbesondere die Einführung der Praktika wird als sehr gewinnbringend bewertet. Ein Maßnahmenkatalog zielt neben der Erweiterung der Praktikumsstellen auf den Ausbau des bestehenden Referentenpools und eine möglichst dauerhafte Bindung der Referierenden ab. Für 2019 bis 2021 ist pro Jahr ein Kurs mit 300 UE geplant. Eine Anschlussqualifizierung (160+) wird jeweils in 2020 und 2021 umgesetzt. Ab 2021 wird die Finanzierung aus kommunalen Mitteln und Teilnehmerbeiträgen angestrebt.

Anzahl Tagespflegepersonen

106 (Stand März 2018)

Logo Hamm

Themenfelder

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit mit speziellem Werbematerial und Infoveranstaltungen sollen in Verbindung mit der Mitarbeit in verschiedenen Netzwerken, u. a. mit dem Jobcenter, dem Berufsinformationszentrum und den Familienzentren zur Gewinnung neuer Fachkräfte führen. Das Angebot einer Informationsreihe zum Thema „Externenprüfung“ für Kindertagespflegepersonen zielt auf eine langfristige Bindung an das Gesamtsystem Kindertagesbetreuung ab. Mit bereits tätigen Kindertagespflegepersonen sollen zukünftig Kooperationsvereinbarungen geschlossen werden. Damit verbunden sind Änderungen im Vergütungs- und Belegungssystem zur Erhöhung der finanziellen Planungssicherheit (Modellprojekt: pauschal und durchgehend finanzierte Plätze).

Mit der Durchführung eines ersten Konzeptionstages 2019, dem regelmäßig weitere folgen werden, startet die Erarbeitung einer Konzeption für die Fachberatungsstelle. Handlungssicherheit und Qualitätsentwicklung stehen dabei im Fokus, flankiert von fachspezifischer Fort- und Weiterbildung der Fachberatenden (Bedarfsermittlung, Konzipierung und Durchführung). 2020 soll der Konzeptentwurf zur Diskussion gestellt werden. 

Für Kinder mit besonderem Förderbedarf sollen in der Kindertagespflege weitere Betreuungsplätze geschaffen werden. Dazu wird in Kooperation mit den Nachbarkommunen eine Zusatzqualifizierung „Inklusion“ mit einem Zertifikatskurs durchgeführt.

Neben der geplanten Überprüfung und Weiterentwicklung des bisherigen Vertretungskonzepts soll ein neues Modell für die Großtagespflegestellen geschaffen werden. Dazu wird die Festanstellung von zwei Tagespflegepersonen mit je 50 Prozent Stellenanteil anvisiert, die zunächst auf den Förderzeitraum befristet sein soll.

2019 soll in Zusammenarbeit mit Kitas und Familienzentren ein „Übergangskonzept“ entwickelt werden. Als Voraussetzung für einen gelingenden Wechsel von der Kindertagespflege zur Kita kooperieren alle Beteiligten als Partner eines gesamten Betreuungssystems, mit Blick auf eine gemeinsame Bildungsqualität und eine kontinuierliche Entwicklungsbegleitung. Zudem sollen Modelle zur stärkeren Einbeziehung von Eltern und Kindern in der Kindertagespflege entwickelt werden. In gemeinsamen Fortbildungen für Kindertagespflegepersonen und Eltern werden die vielfältigen Möglichkeiten zur Erziehungs- und Bildungspartnerschaft und der Partizipation von Kindern erarbeitet und für die Weiterentwicklung aufgegriffen.

Ziel ist die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Kindertagespflege. Im Hinblick auf die Formenvielfalt sollen zunächst die Merkmale erfasst und definiert werden. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten sollen entwickelt, formuliert und zur Diskussion gestellt werden. Hier können Erfahrungen einfließen, die in Hamm durch die seit 2018 verstärkte Orientierung auf den Ausbau von Großtagespflegestellen gewonnen wurden.  

Das bestehende Belegungs- und Vergütungssystem soll umfassend überarbeitet werden. Dazu gehören insbesondere neue Festlegungen zur Vergütung der Eingewöhnungszeit, zur Anzahl der betreuungsfreien Tage und zur Vergütung bei Krankheit des Tageskindes. Kooperationsvereinbarungen zu pauschal durchgehend finanzierten Plätzen sollen abgeschlossen werden, die eine finanzielle Planungssicherheit für die Kindertagespflegepersonen schaffen.

Kontakt

Trägerwebseite:

https://www.hamm.de/startseite.html

Kooperationspartner*innen:

Volkshochschule Hamm
Platz der deutschen Einheit 1
59065 Hamm

Adresse:

Stadt Hamm Abtl. Frühkindliche Bildung
Beratungs- und Vermittlungsstelle Kindertagesbetreuung
Caldenhofer Weg 192 Haus 5a
59063 Hamm

Ansprechpartner*innen:

Beatrice Prinz
Projektkoordinatorin
Tel.: 02381 17 6360
E-Mail: prinzb@stadt.hamm.de

Tanja Blumer
Projektkoordinatorin
Tel.: 02381 17 6328
E-Mail: tanja.blumer@stadt.hamm.de

Seite drucken