Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Stadt Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen hat sich die Kindertagespflege als gleichberechtigte Betreuungsform etabliert und wird sehr gut in Anspruch genommen. Um dem weiter steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen entsprechen zu können, soll der quantitative Ausbau mit qualitativer Weiterentwicklung einhergehen. Dazu gehört die Implementierung des QHB, die nach einem Fachtag ab dem 2. Halbjahr 2019 beginnen soll. Gute Voraussetzungen für die Bereitstellung von Praktikumsstellen bieten hier die bereits bestehenden Kooperationen mit Kitas und Familienzentren. Die Koordinierungsstelle bei der Stadt Gelsenkirchen verantwortet die Erstellung eines Gesamtkonzepts unter Beachtung aller Themenfelder, die Bildung von Arbeits- und Netzwerkgruppen vor Ort sowie den Erfahrungsaustausch im Expertenpool. Verlässliche Vertretungsangebote in allen Formen der Kindertagespflege und die Einführung von Elternfragebögen zur erhöhten Elternpartizipation tragen zur Qualitätsverbesserung bei.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Vernetzung und Kooperation zwischen Kita und Kindertagespflege

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Die Umsetzung des QHB beginnt in 2019 mit einem Fachtag für relevante Akteure (Kindertagespflegepersonen, Kitas und Familienzentren). Geplant ist die Teilnahme der Kontinuierlichen Kursbegleitung (KKB) und der Referenten am Train-the-Trainer-Seminar. Der erste Kurs soll von 2019 bis 2021 laufen. Für Praktikumsstellen bieten die bereits bestehenden Kooperationen mit Kitas und Familienzentren gute Voraussetzungen. Die Qualifizierungskosten werden bei einer sich anschließenden mindestens zweijährigen Tätigkeit in Gelsenkirchen übernommen. Zur Verstetigung sind die Richtlinien entsprechend anzupassen.

Anzahl Tagespflegepersonen

93 (Stand März 2018)

Logo Gelsenkirchen

Themenfelder

Die intensive Öffentlichkeitsarbeit mit Flyern, Bus- und Bahnwerbung sowie Broschüren wird durch regelmäßige Informationsveranstaltungen für Interessenten ergänzt. Die Kooperation mit dem Jobcenter ermöglicht gemeinsame Beratung und Begleitung hinsichtlich der Selbständigkeit von Kindertagespflegepersonen und Bündelung öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen. Die Fachberatung präsentiert Kindertagespflege bei der Jobmesse und als berufliche Perspektive in den Abschlussklassen der Kinderpfleger und Kinderpflegerinnen des örtlichen Berufskollegs.

Regelmäßige Teilnahme der Fachberatung an Fort- und Weiterbildungen, an Arbeitskreisen und Fachtagen gewährleistet die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung, um den steigenden Anforderungen an Beratung und Begleitung auch in Bezug auf die Themenfelder zu entsprechen. Die Koordinierungsstelle wird zur externen Prozessberatung eingebunden. Bei entsprechender Entwicklung der Fallzahlen soll die Fachberatung mit einer weiteren Stelle ausgebaut werden.

Zur Umsetzung der Inklusion in Kindertagespflege soll das derzeit in Gelsenkirchen durchgeführte Modellprojekt zur Kooperation zwischen Kita und Frühförderstellen auf die Kindertagespflege übertragen werden. Gute Basis für dieses Vorhaben ist ein gemeinsamer fachlicher Austausch. Die Fachberatung wird dazu ab 2019 am Arbeitskreis Inklusion in Gelsenkirchen teilnehmen. Zudem wird die bereits eingeführte Zusatzqualifikation „Inklusion in der Kindertagespflege“ weiterentwickelt.

Die Gestaltung eines verlässlichen und bedarfsgerechten Betreuungsangebots schafft Planungssicherheit und ist als Standortfaktor für das jeweilige Einzugsgebiet wesentlich. Dazu gehört ein gut funktionierendes Vertretungssystem. Dem Kind und der Familie sollen die Vertretungskräfte schon im Vorfeld bekannt sein. Ein Eingewöhnungskonzept und regelmäßige Beziehungspflege zwischen Kindertagespflegeperson, Eltern und Kind gehören zum Modell, das mit zwei Vertretungskräften in Vollzeitanstellung erprobt und verstetigt werden soll.

Für die Zusammenarbeit mit Eltern in der Kindertagespflege soll insbesondere die Partizipation der Eltern in den Blick genommen werden. Dazu werden ein Konzept erstellt und bedarfsorientierte Fortbildungen für Kindertagespflegepersonen angeboten. Ab 2019 wird jährlich eine Elternbefragung zur differenzierteren Erfassung der Zufriedenheit und des weiteren Bedarfs der Familien erfolgen.

Betreuung im eigenen Haushalt der Kindertagespflegeperson, in anderen Räumen und Großtagespflege sind die bestehenden Formen der Kindertagespflege. Aktuelle Entwicklungen in Bezug auf den Bedarf, z. B. durch vermehrte Zuwanderung, werden berücksichtigt. Hierzu wurde das Konzept der Kinderstuben entwickelt und umgesetzt, in denen Kindertagespflegepersonen ein besonderes pädagogisches Profil haben und einen integrierenden und familienunterstützenden Auftrag erfüllen. Mit der Koordinierungsstelle wird die Weiterentwicklung bereits bestehender und noch zu erprobender Ansätze sowie die Verankerung in einem kommunalen Gesamtkonzept gewährleistet.

Die Richtlinien zur laufenden Geldleistung in der Kindertagespflege wurden neu gefasst. Darin ist die Einbeziehung des Qualifizierungsgrades in eine gestaffelte Vergütung bereits vorgesehen.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.gekita.de

Kooperationspartner*innen:

AWO - Arbeiterwohlfahrt
Unterbezirk Gelsenkirchen-Bottrop

Adresse:

GeKita
Wildenbruchplatz 7
45875 Gelsenkirchen

Ansprechpartner*innen:

Ann-Kathrin Claaßen
Fachberatung Kindertagespflege
Tel.: 0209 169 9734
E-Mail: kindertagespflege@gekita.de

Seite drucken