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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Stadt Arnsberg

Nachdem die Kindertagespflege in Arnsberg in den vergangenen zwei Jahren bereits eine sehr erfolgreiche Entwicklung durchlaufen hat, wird dieser Prozess mit dem Bundeprogramm „Prokindertagespflege“ nun zielgerichtet fortgeführt. Dabei geht der quantitative Ausbau mit der qualitativen Weiterentwicklung einher. Kapazität und Vielfalt werden erweitert mit dem Ziel, den Anteil der Betreuung im U3 Bereich durch Kindertagespflege auf 35 % zu erhöhen. Mit der angestrebten jährlichen Gewinnung von 10 neuen Kindertagespflegepersonen werden somit 30 neue Betreuungsplätze pro Jahr entstehen. Die Koordinierungsstelle bei der Stadt Arnsberg wird in Kooperation mit bestehenden Netzwerken insbesondere mit der Geschäftsstelle Familienzentren im „Arnsberger Modell“ Aktivitäten in den Themenfeldern initiieren, umsetzen und begleiten. 2018 wurde mit der Qualifizierung gemäß QHB begonnen, die Verstetigung soll mit dem Projektablauf erreicht werden.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Schaffung von Elternbeteiligungsstrukturen (Kindertagespflegeelternbeirat)
  • Schaffung von Beteiligungsstrukturen  für die Kindertagespflegepersonen
  • Aufbau eines Qualitätshandbuches Fachberatung Kindertagespflege Arnsberg

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

In Arnsberg wurde 2018 mit der Qualifizierung gemäß QHB begonnen, die Verstetigung soll mit dem Projektablauf erreicht werden. Dazu werden Kooperationsvereinbarungen mit zwei Bildungsträgern geschlossen, diese werden zeitlich versetzt jährlich jeweils einen kompletten Kurs anbieten. Die Referenten der Bildungsträger werden 2019 entsprechend geschult und absolvieren die Train-the-Trainer-Fortbildung, weitere Referenten und Referentinnen werden gewonnen, so dass ab 2020 das QHB bei einem weiteren Bildungsträger qualifiziert umgesetzt werden kann.

Anzahl Tagespflegepersonen

54 (Stand März 2018)

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Themenfelder

Es ist die Erarbeitung eines Konzepts zur Durchführung von Aktionswochen, die die Kindertagespflege in der Öffentlichkeit präsentieren sowie zur Einbindung der Kindertagespflegepersonen in Entwicklungsprozesse vorgesehen. Dabei finden sowohl die einzelnen Themenfelder Berücksichtigung als auch die Schaffung von verbindlichen Fortbildungs- und Kommunikationsangeboten, Cafés oder Stammtischen. Hohe Arbeitszufriedenheit der Kindertagespflegepersonen wird sich positiv auf die Nachhaltigkeit des geschaffenen Platzangebotes auswirken.

Mit dem Bundesprogramm können in der Fachberatung verschiedene Qualitätsverbesserungen für die Themenfelder geplant und umgesetzt werden. Zur Optimierung der Arbeitsstruktur der Fachberatung soll die Personalstelle gesichert und der Einsatz eines neuen EDV-Verfahrens geprüft werden. Qualifizierungsmaßnahmen für die Fachberatung zu aktuellen Themen werden angeboten. Die Erstellung eines Qualitätshandbuchs Fachberatung Kindertagespflege Arnsberg wird wesentlich dazu beitragen, Standards und Qualitätsveränderungen nachhaltig zu sichern.

Gezielte Öffentlichkeitsarbeit wird Eltern und Kindertagespflegepersonen über die Möglichkeiten der Umsetzung von Inklusion in der Kindertagespflege und entsprechende Angebote in der Stadt informieren. Dazu werden für Kindertagespflegepersonen neben Zertifikatsschulungen zum Umgang mit Behinderung auch Fortbildungen zu interkultureller Kompetenz und zum Umgang mit Flüchtlingsfamilien durchgeführt. Bei der Konzeptentwicklung hinsichtlich der Rahmenbedingungen werden die veränderten Anforderungen an Tagespflegepersonen, an das Vergütungssystem und die räumliche Angebotsstruktur berücksichtigt. 2020 sollen die ersten Plätze angeboten werden.

Ausgangspunkt für die Entwicklung eines verlässlichen Vertretungssystems sind neben der Analyse bereits praktizierter Modelle vor allem die Diskussionen mit den beteiligten Kindertagespflegepersonen und aktuell betroffenen Eltern. Mit deren Beteiligung soll ein strukturiertes Vertretungskonzept geschaffen werden, das verschiedene Elemente wie gegenseitige Vertretungen, Stadtteilbezogenheit, Schaffung zentraler Räume für Vertretungen mit festangestellten Kindertagespflegepersonen, mobile Angebote, Springersysteme oder Vertretungstreffs in Familienzentren aufnimmt.

Ein umfassendes Maßnahmepaket soll die Intensivierung der Erziehungspartnerschaft fördern. Es sieht u. a. die Schaffung von Elternbeteiligungsstrukturen, eines „Kindertagespflegeelternbeirates“ und regelmäßige Angebote zu pädagogischen Themen für die Eltern vor. Tagespflegepersonen finden Unterstützung anhand eines Konzepts „Zusammenarbeit mit Eltern“, das u. a. das Angebot von Fortbildungen z. B. zu den Themen Kommunikation, Erziehungspartnerschaft, Konfliktlösung aber auch zu Beobachtung und Dokumentation umfasst.  

Mit Beteiligung von Eltern und Kindertagespflegepersonen wird das bestehende System der Kindertagespflege weiterentwickelt und als ein innovatives und dabei vielfältiges Angebot die individuellen Bedürfnisse der Familien in Arnsberg flächendeckend unterstützen.  Die Formenvielfalt bleibt dabei erhalten und wird von neuen Angebotsformen und Modellen ergänzt: Großtagespflege, Einzeltagespflegestellen, familiäre Angebote, temporäre Angebote, zeitlich flexible Angebote, mobile Angebote, flächendeckende Angebote im Quartier bzw. in den Stadtteilen.

Das System der Vergütung wird evaluiert und weiterentwickelt. In die Konzeptentwicklung zur Vergütung von Querschnittstätigkeiten wie Entwicklungsgespräche und Dokumentationen sowie zur Einbeziehung von inklusiver Betreuung werden Eltern und Kindertagespflegepersonen einbezogen.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.arnsberg.de

Kooperationspartner*innen:

Familienzentren im Arnsberger Modell
Verein zur Förderung der Kindertagespflege in Arnsberg
Frühe Hilfen

Adresse:

Stadt Arnsberg
Rathausplatz 1
59759 Arnsberg

Ansprechpartner*innen:

Cornelia Thiel-Kodalle
Fachdienstleitung
Tel.: 02932 201 1411
E-Mail: c.thiel-kodalle@arsnberg.de

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