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Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Der Rhein-Neckar-Kreis will als großer Flächenlandkreis mit städtischen, aber auch ländlichen Bereichen mit der Weiterentwicklung der Kindertagespflege der hohen Nachfrage nachkommen, da immer mehr Eltern sich ganz bewusst für dieses familienähnliche und gleichwertige Betreuungsangebot entscheiden. Für den Ausbau der Kindertagespflege ist nicht nur die Gewinnung neuer Tagespflegepersonen entscheidend, sondern auch die Schaffung und Sicherung von Qualitätsstandards.
Ab 2021 soll das QHB flächendeckend umgesetzt sein, was nur in Kooperation mit allen drei Qualifizierungspartnern im Kreis gelingen kann. Angesichts der unterschiedlichen Anforderungen in den städtischen und ländlichen Regionen wird der Kreis gemeinsam mit allen Kommunen ein Konzept für ein flächendeckendes Vertretungssystem erarbeiten, das kreisweit die Verlässlichkeit der Kindertagespflege steigert.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Kooperation mit drei Bildungsträgern in den ländlichen Regionen
  • Einbindung der Gemeinden zur Harmonisierung der Rahmenbedingungen

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Der Rhein-Neckar-Kreis kooperiert mit drei unterschiedlichen Qualifizierungsanbietern, von denen einer bereits in 2019 einen tätigkeitsvorbereitenden Kurs für neue Bewerber und Bewerberinnen anbietet. Ein anderer wird in 2019 einen tätigkeitsbegleitenden Kurs für bestehende Kindertagespflegepersonen anbieten. In 2020 folgen sowohl tätigkeitsvorbereitende, als auch tätigkeitsbegleitende Kurse. Sobald der dritte Bildungsträger seine Ressourcen erweitert hat, werden auch hier Kurse nach dem QHB stattfinden. Zur Schaffung von ausreichend Praktikumsplätzen werden die Kontakte zu Kitas und tätigen Kindertagespflegepersonen genutzt. In regelmäßigen Einführungsveranstaltungen werden die neuen Modalitäten der Qualifizierung erläutert und beworben. Hier kommt der Koordinierungsstelle als Bindeglied zwischen Fachberatung, Qualifizierungsanbietern, Kindertagespflegepersonen sowie den Gemeinden und Fachgremien eine hohe Bedeutung zu. Die Implementierung des QHB soll die Kindertagespflegepersonen in ihren Handlungskompetenzen und ihrem Selbstverständnis stärken und sie längerfristig an das Tätigkeitsfeld binden.

Anzahl Tagespflegepersonen

298 (Stand März 2019)

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Themenfelder

In den ländlichen Regionen steht die Akquise neuer Kindertagespflegeperson vor anderen Herausforderungen als in den Städten. Die Fachberatung der Kindertagespflege wird daher gemeinsam mit den Qualifizierungsträgern die Informationsveranstaltungen sowohl zentral als auch regional in den Gemeinden anbieten, um regelmäßig die Kompetenzorientierung sowie weitere Besonderheiten des QHB vorzustellen. Der Kreis wird jede Gemeinde dahingehend beraten und helfen, die Kindertagespflegepersonen vor Ort besser zu unterstützen und zu fördern.

Die Zahl der Fachberaterinnen und Fachberater wird an die steigenden Zahlen von Tageseltern wie auch Tageskindern angepasst, um den damit verbundenen  Aufgaben besser entsprechen zu können. Daneben wird der Kreis dem Bedarf an spezifischen Fortbildungen und fachlichem Austausch Rechnung tragen. Die Vernetzung mit den Kindertagespflegepersonen sowie mit anderen Kooperationspartnern soll gefördert werden.

Tagespflegepersonen mit Erfahrungen auf diesem Gebiet sollen gewonnen werden und die Fachberatung für intensiven Austausch zur Verfügung stehen. Qualifizierungen, anschließende Fortbildungsangebote und Gesprächskreise für Kindertagespflegepersonen werden die Sensibilisierung für das Thema „Inklusion in der Kindertagespflege“ und die Erarbeitung fachlicher Grundlagen vorantreiben. Die besonderen Anforderungen an die Kindertagespflegepersonen sollen im Vergütungssystem berücksichtigt werden.

Ein Konzept für ein stabiles und praktikables Vertretungsmodell soll für den gesamten Flächenlandkreis gemeinsam mit den Kindertagespflegepersonen erarbeitet und erprobt werden. Der Kreis wird allgemein die pauschale Förderung freistehender Plätze prüfen. Alternativ dazu soll im Rahmen des Projektes geprüft werden, inwieweit die Festanstellung mobiler Vertretungskräfte durch einen Kooperationsträger eine Option darstellen könnte. Grundsätzlich sind dabei die finanziellen Voraussetzungen in Bezug auf den nächsten Haushalt zu prüfen.

Im Rahmen der Umsetzung und Gestaltung der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern stehen Kindertagespflegepersonen vor immer wieder neuen Situationen und Anforderungen, die in entsprechende Fortbildungen und Angeboten zur Beratung und Begleitung einfließen sollen. Die Fachberatung wird Unterstützung bei der Vorbereitung von Gesprächen geben und kann bei Bedarf hinzugezogen werden.

Die klassische Form der Kindertagespflege durch selbstständig tätige Kindertagespflegepersonen im eigenen Haushalt soll besonders gefördert werden. Die kompetenzorientierte Begleitung der Kindertagespflegepersonen während des QHB bietet eine gute Grundlage zur Auseinandersetzung mit den wesentlichen Merkmalen der Kindertagespflege. 

Die laufende Geldleistung ist ein wesentliches Element für die Ausgestaltung der Tätigkeit in Kindertagespflege, die während des Bundesprogramms „ProKindertagespflege“ regelmäßig überprüft und ggf. angepasst wird. Insbesondere bei Kindertagespflege in anderen Räumen ist dabei die Entwicklung des Wohnungsmarkts und der Mietpreise zu beachten. Hier wird eine gesonderte Förderung erfolgen.

Kontakt

Trägerwebseite:

https://www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/kindertagespflege.html

Kooperationspartner*innen:

ARKUS gGmbH
InFamilia e.V.

Adresse:

Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
- Jugendamt -
Kindertagespflege, Pflegekinder und Adoption
Im Breitspiel 5
69126 Heidelberg-Rohrbach

Ansprechpartner*innen:

Jens Karau
Sachbearbeiter Koordinierungsstelle
Tel.: 06201 9483 6114
E-Mail:.jens.karau@rhein-neckar-kreis.de

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