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Landkreis Hameln-Pyrmont

Die qualitative und quantitative Weiterentwicklung der Kindertagespflege als hochwertige Betreuungsform ist eingebettet in das Gesamtsystem der Kindertagesbetreuung in der Region. Gemeinsam mit allen Akteuren kann die Profilschärfung der Kindertagespflege erreicht werden, die nicht nur "Lückenfüller für fehlende Plätze in Einrichtungen“ sein soll. Die geplanten Maßnahmen im Rahmen des Bundesprogramms „ProKindertgespflege“ werden im Verbund mit der Stadt Hessisch Oldendorf umgesetzt. Für die Implementierung des QHB kooperiert der Kreis mit der IMPULS gGmbH Hameln. 2019 werden zwei Maßnahmen zur Qualifizierung gemäß QHB - mit 440 UE + 125 Stunden Praktikum - beginnen. 2021 soll nach den entsprechenden Entscheidungen der politischen Gremien die Verstetigung erreicht sein. Die Koordinierungsstelle ist beim Landkreis angesiedelt und in die differenzierten Aktivitäten und Maßnahmen zur attraktiveren Gestaltung der Rahmenbedingungen der Kindertagespflege für Kindertagespflegepersonen und Familien einbezogen.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Überregionale Homogenisierung der Regelungen in Kindertagespflege
  • Anschlussfähigkeit der Qualifizierung nach QHB an die Ausbildung in pädagogischen Berufen ebnen
  • Einbeziehung von Eltern in päd. AGs

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Die IMPULS gGmbH Hameln wird als Bildungsträger das QHB umsetzen. Bereits in 2019 werden eine Gesamtmaßnahme (440 UE + 125 Stunden Praktikum)zur Qualifizierung gem. QHB und eine Grundqualifizierung beginnen. Spätestens in 2021 soll das QHB (+) dauerhaft in die Regelungen des Kreises zur Qualifizierungen verankert sein.

Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit und Infotagen beim Bildungsträger sollen weitere Kursteilnehmer gewonnen werden.

Anzahl Tagespflegepersonen

102 (Stand März 2019)

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Themenfelder

Eine breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit in den Medien, mit Flyern und einer regionalen Broschüre zur Kindertagespflege in verschiedenen Sprachen sowie die Teilnahme an der jährlichen Aktionswoche sollen mehr Interesse am Betreuungsangebot und einer Tätigkeit in der Kindertagespflege wecken. Die Themen der Kindertagepflege haben in die pädagogischen Ausbildungen der Berufsfachschule vor Ort Eingang gefunden. Durch verbesserte Rahmenbedingungen wie Urlaubsregelungen und Anreizsysteme für langjährig tätige Tagespflegepersonen soll die längere Bindung im Tätigkeitsfeld erreicht werden.

Für die Fachberatung werden angesichts der steigenden Anforderungen fortlaufend thematische Fortbildungen im Landkreis durchgeführt. Die Bildung einer trägerübergreifenden Vernetzungsgruppe Kita/Kindertagespflege wird es ermöglichen, Erfahrungen und Empfehlungen aus der Praxis zu bündeln und in die fachpolitischen Gremien einzubringen.

Für den Landkreis wird ein Gesamtkonzept zur inklusiven Kindertagesbetreuung erarbeitet, in dem die Inklusion in der Kindertagespflege besonders berücksichtigt wird. Die Koordinierungsstelle wird in den entsprechenden Gremien des Landkreises und auch überregional mitwirken. Kindertagespflegestellen mit inklusivem Angebot werden fachlich unterstützt und begleitet. In Hessisch Oldendorf besteht bereits eine inklusive Großtagespflegestelle mit dem Schwerpunkt „Kinder mit Fluchterfahrung“, die mit fest angestellten Tagespflegepersonen fortgesetzt wird.

Eltern und Kindertagespflegepersonen werden sowohl bei der Evaluierung der Bedarfe und Möglichkeiten sowie bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Vertretungsmodelle einbezogen. Gemeinsam mit der Fachberatung werden ortsnahe Arbeitsgruppen die Grundlagen erarbeiten und die Erprobung einzelner Modelle begleiten.

Das Zusammenwirken der Kindertagespflegepersonen mit Familien stellt ein Querschnittsthema dar. So sollen Fachveranstaltungen und pädagogische Arbeitsgemeinschaften für Tageseltern und Familien geöffnet werden. In speziellen Fortbildungen sollen Kindertagespflegepersonen ihre Kompetenzen in der Beratung der Eltern vertiefen und Konzepte zur Begleitung der Familien erarbeiten. .

Die Kindertagespflege als gleichrangiges Betreuungsangebot soll in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit erfahren. Dazu werden landkreisspezifische Materialien erarbeitet, die explizit die verschiedenen Formen und Themen der Kindertagespflege in Bezug auf die konkrete Umsetzung in der Region darstellen und erläutern.

Eine Arbeitsgruppe der Fachberatung wird bis November 2019 Vorschläge zur Verbesserung der Vergütung erarbeiten und diese dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe und politischen Gremien vorlegen. Ziel ist die Aufnahme der Veränderungsvorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in eine überarbeitete Satzung im Jahr 2020.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.hameln-pyrmont.de

Kooperationspartner*innen:

Impuls gGmbH

Stadt Hess. Oldendorf

Adresse:

Landkreis Hameln-Pyrmont
Süntelstr. 9
31785 Hameln

Ansprechpartner*innen:

Anette Wehrmann
Koordination Kindertagespflege
Tel.: 05151 9033421
E-Mail: anette.wehrmann@hameln-pyrmont.de

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