Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Landeshauptstadt Stuttgart Jugendamt

In der Landeshauptstadt Stuttgart besteht großes Interesse, die Kindertagespflege als gleichrangiges Betreuungsangebot weiter zu profilieren, dazu soll sie organisatorisch neu aufgestellt und qualitativ wie auch quantitativ ausgebaut werden. In diesem Prozess will das Jugendamt seine Steuerungsfunktion stärker wahrnehmen. Mit der dortigen Ansiedlung der Koordinierungsstelle ergibt sich eine große Chance, Qualität, Kommunikation und Kooperation untereinander und miteinander zu steigern. Dazu gehört auch die Optimierung des Übergangs von Kindertagespflege in die Kita und der Verknüpfung der beiden Angebote. Grundlage der weiteren Entwicklung ist die Qualifizierung auf der Grundlage des QHB, die ab 2022 verstetigt sein soll. Für die Umsetzung wird die Kooperation mit den beiden Bildungsträgern,  Caritasverband Stuttgart e. V. und Tagesmütter und Pflegeeltern Stuttgart e. V., fortgesetzt. Geplant ist ein größerer Stellenwert für Inklusion und Zusammenwirken mit den Familien, die Schaffung eines verlässlich durchführbaren Vertretungssystems und die besondere Förderung der Eingewöhnung.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Eingewöhnungsmodell

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Umfangreiche Information für tätige Kindertagespflegepersonen und Neueinsteiger soll Interessenten für die QHB-Qualifizierung gewinnen, so dass bis Ende 2021 mindestens ein Kurs mit 300 UE und mindestens zwei mit 160+ erfolgreich beendet werden können. Für 2022 ist die Verstetigung der Qualifizierung geplant, durch die auch eine bessere Anschlussfähigkeit an pädagogische Ausbildungsberufe erreicht werden soll. Die Einbeziehung von zwei Bildungsträgern ermöglicht die Nutzung von Synergieeffekten. Voraussetzungen wie Train-the-Trainer Ausbildung, Schaffung eines Referentenpools, eines Auswahlpools an Praktikumsstellen werden nachhaltig geschaffen.

Anzahl Tagespflegepersonen

229 (Stand März 2018)

Logo Stuttgart

Themenfelder

Differenzierte Öffentlichkeitsarbeit wie Erstellung eines Imagefilms, Teilnahme an Messen, Stadtfesten, Kooperation mit Familienzentren und Fachschulen soll Interesse an der Tätigkeit in Kindertagespflege wecken und über die Qualifizierung auf der Grundlage des QHB informieren. Dies wird unterstützt mit einer Anpassung der Tätigkeitsbedingungen u. a. durch zuverlässige professionelle Begleitung, Überlassung städtischer Räumlichkeiten für Großtagespflege und die Erhöhung und Pauschalisierung der Vergütung bei Eingewöhnung.

Trägerübergreifend soll eine stadtweite Konzeption erarbeitet werden, die Qualitätsstandards für die Kindertagespflege festlegt. Basis dafür ist die Evaluation der aktuellen Bedingungen. In regelmäßigen Fachgesprächen des Jugendamtes mit den Fachberatungen der Träger (Qualitätsdialog) werden aktuelle praxisrelevante Themen weiterentwickelt. Zudem wird ein Berichtsverfahren mit jährlichem Sachbericht zu Tätigkeiten und Maßnahmen der Fachberatungen eingeführt.

Wesentlicher Bestandteil des Konzepts „Inklusion in der Kindertagespflege“ sind Fortbildungsveranstaltungen für Kindertagespflegepersonen und Eltern in Zusammenarbeit mit dem städtischen Elternseminar. Die verstärkte Zusammenarbeit mit Beratungsstellen und der Aufbau einer Kooperation mit dem Inklusionsmanagement beim Fachdienst werden entwickelt und spezielle Beratungen für Träger angeboten. Kindertagespflegepersonen sollen besondere Unterstützung durch Supervision, Fortbildungen, Austauschtreffen erhalten.

Für die Schaffung verlässlicher Vertretungsmöglichkeiten wird eine Konzeption erarbeitet. Dabei steht zunächst die Großtagespflege im Fokus. Großtagespflegestellen können auf Antrag für Vertretung zweckgebundene Gelder erhalten. Die Entwicklung und Umsetzung eines Vertretungskonzepts insbesondere für allein betreuende Kindertagespflegepersonen wird ebenfalls angestrebt.  

Eine Vielfalt verschiedener Maßnahmen soll die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft stärken. So werden gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen für Familien und Tageseltern zu pädagogischen Themen stattfinden, ein Familienfest für Familien mit Kindern in der Kindertagespflege ist geplant. Regelmäßige Weiterbildungsangebote für Kindertagespflegepersonen, die Erstellung themenbezogener Gesprächsleitfäden (Vertragsabschluss, Eingewöhnung u. a.) werden diese Entwicklung befördern. 

Mit dem Ziel der Schaffung eines verlässlichen Betreuungs- und Vertretungssystem wird die Rahmenkonzeption zur Kindertagespflege überarbeitet. In diesen Prozess fließt die Diskussion zur Entwicklung des Vertretungskonzepts in der Großtagespflege ein. Dazu werden alle relevanten Akteure einbezogen.

Rund um die laufenden Geldleistungen sollen mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit entstehen. Dazu ist eine Vereinfachung der Abrechnungsmodalitäten vorgesehen. 2019 sollen die Grundsätze für die Umsetzung der Finanzierung des schon beschlossenen Eingewöhnungsmodells erarbeitet werden.

Kontakt

Trägerwebseite:

https://www.stuttgart.de/kindertagespflege

Kooperationspartner*innen:
  • Tagesmütter und Pflegeeltern Stuttgart e.V.
  • Caritasverband Stuttgart e.V.
Adresse:

Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart
Wilhelmstr. 3
70182 Stuttgart

Ansprechpartner*innen:

Julia Ellmer
Koordinatorin des Bundesprojekts
Tel.: 0711 216 25982
E-Mail: Julia.Ellmer@stuttgart.de

Seite drucken