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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Landeshauptstadt Dresden

In der Landeshauptstadt Dresden ist die Kindertagespflege fester Bestandteil im System der Kindertagesbetreuung und wird als gleichwertiges Betreuungsangebot für unter dreijährige Kinder bei der Bedarfserhebung und den Betreuungswünschen der Eltern berücksichtigt. Der Ausbau der Kindertagespflege ist weiterhin erforderlich und gewünscht. Zur Weiterentwicklung hat die Qualität der Kindertagespflege einen hohen Stellenwert neben der Schaffung neuer Betreuungsplätze. Dabei ist die Fachberatung ein wesentlicher Baustein, daher steht der Qualitätsverbund Kindertagespflege im Fokus der Qualitätsentwicklung. Umfangreiche Erfahrungen aus dem Vorgängerprogramm fließen in die Umsetzung der Qualifizierung nach dem QHB ein. Im Themenfeld Vertretung soll ein Modell mit Festanstellung konzipiert und finanziell durchgeplant werden, im Themenfeld Inklusion wird ein Fortbildungsmodul angeboten. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Eine Kita für alle“ wird die inklusive Betreuung in der Kindertagespflege befördert.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Qualitätsverbund Kindertagespflege

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

In Dresden werden schon seit 2016 neu beginnende und bereits tätige Kindertagespflegepersonen nach dem QHB qualifiziert. Nach Einschätzung aller Akteurinnen und Akteure zog dies einen deutlich spürbaren Qualitätssprung nach sich. 2019 soll ein tätigkeitsvorbereitender Kurs mit 160 Stunden und ein berufsbegleitender Kurs mit 140 Stunden umgesetzt werden. Dabei wird der Zusammensetzung der Kurse große Beachtung geschenkt, ebenso den Praktikumsstellen und deren fachlicher Begleitung.

Anzahl Tagespflegepersonen

416 (März 2018)

Logo Dresden

Themenfelder

Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit sowie Informationsveranstaltungen der Beratungs- und Vermittlungsstellen werden neue Tagespflegepersonen gewonnen, um sowohl der Fluktuation zu begegnen als auch in einigen Stadtteilen den noch erforderlichen Ausbau an Betreuungsstellen zu erreichen. Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen zählen die Generierung geeigneter Räume, leistungsgerechte Vergütung sowie die qualitätsgerechte Ersatzbetreuung nach dem Dresdner Weg.

Die Fachberatung ist in alle Themenfelder involviert, sie wird als wesentlicher Baustein in der Qualitätsentwicklung angesehen. Der begonnene Qualifizierungsprozess soll fortgeführt und ausgebaut werden. Dazu sollen jährlich mindestens drei gemeinsame kompetenzorientierte Fortbildungen der Beratungs- und Vermittlungsstellen und des Amtes für Kindertagesbetreuung stattfinden.

Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe "Eine Kita für alle" soll die inklusive Betreuung von Kindern mit besonderen Unterstützungsbedarfen in Kindertagespflege weiterentwickelt werden. Das Fortbildungsmodul „Inklusion in der Kindertagespflege“ soll erneut angeboten und Kindertagespflegepersonen für die Teilnahme gewonnen werden. Zudem wird sich Dresden an einer entsprechenden Arbeitsgruppe des Sächsischen Kultusministeriums beteiligen. Auf kommunaler Ebene sollen Arbeitsgrundlagen zur Inklusion unter Einbeziehung anderer relevanter Akteure in der Kindertagesbetreuung geschaffen werden.

Im Förderzeitraum soll die Konzepterstellung und finanzielle Planung für ein Vertretungsmodell mit angestellten Kindertagespflegepersonen erfolgen. Daneben werden die in Dresden bereits bestehenden Ersatzbetreuungsmodelle kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt.

Kindertagespflege soll als attraktives Angebot der Kinderbetreuung noch stärker wahrgenommen werden. Die Ergebnisse der 6. Dresdener Elternbefragung sollen in die Aktualisierung aller Informationsmaterialien für Eltern einfließen. Das neu entwickelte Konflikt- und Feedbackmanagement soll eine kompetenzorientierte Handlung und Haltung bei der Elternberatung berücksichtigen. Die Umsetzung in den Beratungs- und Vermittlungsstellen soll erprobt und evaluiert werden. Durch die kompetenzorientierte Qualifizierung sollen Kindertagespflegepersonen ihre Fähigkeiten für eine gelingende Kommunikation mit Eltern weiter ausbauen.

Kindertagespflege ist in Dresden fester und verlässlicher Bestandteil des Systems der Kindertagesbetreuung. Mit dem Ziel der weiteren Steigerung der Qualität soll der Qualitätszirkel Kindertagespflege zur Weiterentwicklung des Qualitätsverbundes Kindertagespflege Dresden tätig werden. Kindertagespflege soll weiter professionalisiert werden und dabei ihren familienähnlichen Charakter im Betreuungssetting erhalten. Darüber hinaus wird die Weiterentwicklung des gesetzlichen Rahmens für Kindertagespflege im SGB VIII thematisiert.

Im Januar 2018 ist in der Landeshauptstadt Dresden eine Richtlinie Kindertagespflege mit einem neuen Vergütungsmodell in Kraft getreten. Dieses Modell ist leistungsgerecht gestaltet, sowohl die Qualifizierung als auch die Erfahrungen in der Kindertagespflege finden Beachtung. Mit der Verbesserung der finanziellen Situation der Tagespflegepersonen soll sowohl die Motivation als auch die Anerkennung gestärkt werden. Die Richtlinie schreibt eine jährliche Überprüfung auf Angemessenheit fest.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.dresden.de/kindertagespflege

Kooperationspartner*innen:

Beratungs- und Vermittlungsstellen für Kindertagespflege des KINDERLAND Sachsen e.V., des Malwina e.V. und der Outlaw gGmbH

Adresse:

Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kindertagesbetreuung
Dr.-Külz-Ring 19
01067 Dresden

Ansprechpartner*innen:

Ulrike Markmann
Koordinatorin Bundesprogramm
Tel.: 0351 488 5050
E-Mail: umarkmann@dresden.de

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