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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises

Der Schwalm-Eder-Kreis will die Kindertagespflege als wichtigen Bestandteil des Gesamtsystems der Kindertagesbetreuung weiter profilieren. Dazu wird die mit zwei Fachkräften besetzte Koordinierungsstelle beim Jugendamt eingerichtet und in enger Kooperation mit Fachberatung, Bildungsträger, kontinuierlicher Kursbegleitung, Referenten sowie Expertenpool die angestrebten Maßnahmen umsetzen. 2019 wird nach der Akquise von Fachkräften, Kursteilnehmern und Kursteilnehmerinnen sowie Praktikumsplätzen die Einführung der Qualifizierung nach QHB unter Mitwirkung der kreiszugehörigen Volkshochschule und des Tageselternvereins Schwalm-Eder e. V. beginnen. Mit einer gezielten Werbekampagne soll in den Gemeinden kreisweit das Interesse an einer Tätigkeit als Kindertagespflegeperson geweckt, um den gewünschten Ausbau der Kindertagespflege zu initiieren. In die neue Gesamtkonzeption der Gemeinden sollen Kindertagespflegepersonen eingebunden und die Rahmenbedingungen angepasst werden. Das schließt eine gute Kooperation mit den Kitas ein.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Intensivierung des Netzwerkausbaus zwischen Kindertagespflegepersonen und Kitas

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Für die 2019 beginnende Qualifizierung nach QHB wird die erfolgreiche Kooperation mit der VHS als Bildungsträger fortgesetzt. Der Tageselternverein Schwalm-Eder e. V. wird kreisweit in die Gewinnung von Praktikumsstellen einbezogen. Bis 2021 sind 3 QHB-Grundkurse von 300 UE sowie zusätzliche Anschlussqualifizierungen für bereits tätige Kindertagespflegepersonen von 140 UE geplant. Die individuelle Kompetenzorientierung in der Qualifizierung bringt den Teilnehmenden Sicherheit und Selbstbewusstsein zur Ausübung ihrer Tätigkeit sowie höhere Zufriedenheit im Berufsfeld. Die Vernetzung der Kindertagespflegepersonen untereinander sorgt u. a. für Praxisaustausch und Gemeinsamkeit. Insgesamt wird der mit der neuen Qualifizierung erwartete längere Verbleib der Kindertagespflegepersonen zur Nachhaltigkeit an Qualität und langfristig Sicherung der Kindertagespflegeplätze führen.

Anzahl Tagespflegepersonen

102

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Themenfelder

Zur Gewinnung von Fachkräften wird ein konkretes Konzept zur gezielten Werbung erstellt. Durch regelmäßige Pressearbeit, einer Internetpräsenz zum Thema Kindertagespflege, Flyern sowie Auftritte bei Veranstaltungen soll die Kindertagespflege mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Für eine möglichst langfristige Bindung von Kindertagespflegepersonen werden Informationen zu kostenfreien Fortbildungen und eine regelmäßige Beratung bzw. Begleitung zur Verfügung gestellt. Zudem werden besondere finanzielle Anreize diskutiert.

Die zunehmende Bedeutung der Kindertagespflege erfordert die Erweiterung der Fachberatung im Hinblick auf ihre Aufgabe wie auch personellen Ausstattung. Die Kontakte zu den Kindertagespflegepersonen sollen intensiviert werden. Die Beratung wird den fachlichen Austausch in verschiedenen Formaten, u. a. mit regelmäßigen Hausbesuchen, gewährleisten. Weitere Aufgaben umfassen die Vermittlung der Betreuungsplätze in Kindertagespflege, Akquise von Bewerberinnen und Bewerbern, Mitwirkung in der Qualifizierung bzw. Fortbildungen sowie Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte.

Um Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf auch in Kindertagespflege betreuen zu lassen, werden zu verschiedenen Themen gezielte Schulungen für Kindertagespflegepersonen angeboten. Unter Einbezug der Frühförderstelle wird die Fachberatung die Kindertagespflegepersonen, u. a. durch vermehrte Hausbesuche, intensiv unterstützen. Die Betreuungspauschale soll erhöht werden, ggf. erfolgt eine Ausgleichszahlung. Bei hohem Betreuungsaufwand und festgestellter Beeinträchtigung ist der Einsatz einer Integrationsfachkraft in der Kindertagespflegestelle möglich.

In den drei Regionen im Schwalm-Eder-Kreises (Süd, Mitte, Nord), sollen jeweils bis zu vier Kindertagepflegepersonen im 4+1-Modell für die Freihaltung eines Betreuungsplatzes eine angemessene Aufwandsentschädigung erhalten. Darüber hinaus werden im Landkreis bis zu zwei Kindertagespflegepersonen als Springerin fest bei einem freien Träger angestellt (ggf. zwei halbe Stellen). Hierdurch wird insbesondere der Einsatz in den Familien der Kinder oder bei den Kindertagespflegestellen ermöglicht. Die Springerinnen sind den Kindertagespflegepersonen und insbesondere den Tageskindern durch Teilnahme an den Netzwerktreffen persönlich bekannt.

Die Fachberatung wird enger mit den Kindertagespflegepersonen und den Eltern kooperieren. Insbesondere der Ausbau des Fachberaterschlüssels soll sich positiv auf intensivere Beratung und Begleitung auswirken. So wird sie intensiver den Eingewöhnungsprozess unterstützen und aufsuchend die Kindertagespflegestellen beraten. Kindertagespflegepersonen erhalten kontinuierliche Unterstützung bei der Gestaltung des Zusammenwirkens mit Eltern und Familien, z. B. zur Durchführung von Elternabenden und gemeinsamen Festen.

Die Kindertagespflege mit ihrem flexiblen familiären und bindungsintensiven Setting ist als gleichrangiges Betreuungsangebot zu verstehen. Sie bietet individuelle Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten, vermeidet größeren Stress bei der Trennung und Eingewöhnung, schafft soziales Verhalten durch Geborgenheit in der kleinen Gruppe.  Die Vorteile dieser Betreuungsform sollen gezielt dargestellt und beworben werden.

Die laufenden Geldleistungen für Kindertagespflegepersonen wurden aktuell erhöht. Für die zukünftigen Teilnehmenden kann ab 2020, nach erfolgreicher Absolvierung der Aufbauqualifizierung, das vorgesehene Entgelt für den Bewährungsaufstieg nach Ablauf von 3 Jahren Tätigkeit, vorzeitig ausgezahlt werden. Nach Ablauf des Bundesprogramms ist eine weitere Erhöhung der Geldleistung für die neu geschulten Kindertagespflegepersonen vorgesehen. Auch die erhöhte Bereitschaft, ergänzende oder inklusive Betreuung zu leisten, sollen finanziell aufgewertet werden.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.schwalm-eder-kreis.de

Kooperationspartner*innen:

Volkshochschule Schwalm-Eder

Adresse:

Postanschrift:
Schwalm-Eder-Kreis – Der Kreisausschuss
Fachbereich 51 – Jugend und Familie
34574 Homberg/Efze

Besucheranschrift:
Schwalm-Eder-Kreis – Der Kreisausschuss
Fachbereich 51 – Jugend und Familie
Parkstraße 6
34576 Homberg/Efze

Ansprechpartner*innen:

Renate Glebe und Heike Schottenhammer
Fachberatung Kindertagespflege und Koordinierungsstelle ProKindertagespflege
Tel.: 05681 775-574
E-Mail: renate.glebe@schwalm-eder-kreis.de
E-Mail: heike.schottenhammer@schwalm-eder-kreis.de
Fax: 05681 775-525

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