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Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau

Für den Kreis Groß-Gerau ist der quantitative Ausbau bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der Qualität die größte Herausforderung für die kommenden Jahre. Im Fokus steht dabei die Gleichrangigkeit der Betreuungsangebote Kindertagespflege und Kita bezogen auf die Betreuungsqualität und Kosten- und Vergütungsstruktur. Zudem soll die Verstetigung der kompetenzorientierten Qualifizierung vorangetrieben werden. Die kreisangehörigen Kommunen sollen stärker in die inhaltliche Planung einbezogen werden, um das weiter zu schärfende Profil der Kindertagespflege und für alle Beteiligte in der Region attraktiv zu gestalten. Ein Element ist die flächendeckende Kooperation zwischen den Kindertagespflegepersonen und Kitas. Dazu sollen gemeinsame Fortbildungsangebote entwickelt und angeboten werden. Auch für Eltern der betreuten Kinder sollen spezielle Angebote im Sinne einer Erziehungspartnerschaft entwickelt werden. In der Fachberatung soll eine personelle Anpassung erfolgen, die den höheren Qualitätsanforderungen bei stetigem Ausbau gerecht wird. Eine neue Satzung sieht Verbesserungen zur Vergütung der Kindertagespflegepersonen vor.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Erstellung eines Handbuchs zur Qualifizierung im Kreis Groß-Gerau (Wissenstransfer bei Wechsel von Referierenden bzw. Fachberatenden)
  • Inklusiv konzipierter Übergang von Kindertagespflege in Kita
  • Erstellung eines Handbuchs  für die Fachberatung
  • Überarbeitung Handbuch für Kindertagespflegepersonen

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Die Weiterentwicklung der Qualität soll durch die Verstetigung der kompetenzorientierten Qualifizierung nach dem QHB und nachhaltigen Verankerung der erworbenen Kenntnisse vorangetrieben werden. Zur Sicherung der Umsetzung ist die Entwicklung eines Handbuchs geplant, um den Wissenstransfer bei Wechsel von Referierenden bzw. Fachberatenden zu gewährleisten. Jährlich werden eine Grundqualifizierung nach QHB und eine Anschlussqualifizierungen 160+ (für tätige Kindertagespflegepersonen) angeboten. Der finanzielle Anreiz in der geplanten Vergütungssatzung wird die Nachfrage nach der Anschlussqualifizierung ab 2019 steigen lassen. Es ist erklärtes Ziel, ab 2021 die Finanzierung für die Qualifizierung mit 300 UE über den Kreishaushalt  zu sichern.

Anzahl Tagespflegepersonen

74 (Stand März 2018)

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Logo Kreis Groß-Gerau Tageskinder

Themenfelder

Die aktuelle Werbekampagne zur Stärkung der medialen Präsenz der Kindertagespflege soll mit einem Imagefilm ergänzt werden. Mit den 13 Kommunen soll eine Strategie für die Akquise entwickelt werden, u. a. durch die Erschließung neuer Zielgruppen (z. B. Frauen 50+) und der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Ziel aller Maßnahmen ist die Gewinnung von 12 bis 15 neuen Kindertagespflegepersonen pro Jahr. Vorgesehen ist der personelle Ausbau der Kindertagespflege-Stützpunkte zur Sicherung einer guten Vertretung und  Vernetzung und den fachlichen Austausch.

Die pädagogische Fachberatung ist mit allen Angeboten der Kindertagesbetreuung eng mit den 13 Städten und Gemeinden des Kreises vernetzt. Für ein nachhaltiges Wissensmanagement im Fachdienst soll ein Handbuch für die Fachberatung Kindertagespflege mit erstellt werden. Bereits entwickelte Instrumente sowie neu entwickelte Standards incl. Prozessbeschreibungen sollen gebündelt zur Verfügung stehen. Weiteres Ziel ist es, einen gesicherten Personalschlüssel für die Fachberatung zu erarbeiten.

Das bereits entwickelte  Konzept zu inklusiven Übergängen von der Kindertagespflege in die Kita soll nun auf allen Ebenen von Beratung, Qualifizierung und Vernetzungsangeboten und in enger Kooperation mit den KTP-Stützpunkte und den Bildungsträgern umgesetzt werden.
Sowohl die Kindertagespflegepersonen als auch die beratenden, referierenden und koordinierenden Fachkräfte sollen durch gemeinsame Inhouse-Workshops Fortbildungen hinsichtlich ihrer inklusiven Haltung sensibilisiert werden.

Für die Vernetzung und Vertretung der KTPP sind mittlerweile 4 Tagespflegestützpunkte bei kommunalen und freien Trägern installiert. Ziel ist es, ein passgenaues flächendeckendes Vertretungsmodell anzubieten. Die in den vergangenen Jahren aufgebaute Struktur soll  nach den jeweiligen Bedarfen der einzelnen Regionen im Kreis weiterentwickelt werden.

Mit spezifischen Fortbildungen sollen Kindertagespflegepersonen hinsichtlich der Erziehungspartnerschaft mit Familien gestärkt werden. Familien sollen Möglichkeiten zur Vernetzung und Familienbildung erhalten. Ziel ist hierbei, die Erziehungskompetenz z. B. bei der sprachlichen Bildung von Kindern im Kreis zu stärken. Hier werden die vorhandenen Kindertagespflege-Stützpunkte und Familienzentren stark eingebunden. Weiterhin ist eine Elternbefragung zur Zufriedenheit bzgl. der vorhandenen Angebote geplant, deren Ergebnisse in die Qualitätsentwicklung fließen.

Die besonderen Merkmale sollen durch die Schärfung des Profils Kindertagespflege im klassischen Betreuungsmodell weiterentwickelt aber auch die Einsatzmöglichkeiten der Kindertagespflege erweitert werden.

Beispielhaft wären hier zu nennen:

  • Festanstellungsmodelle in der Anschlussbetreuung für Kitas
  • Festanstellungsmodelle zur Mitarbeit in Kitas
  • Festanstellungsmodelle für die Kinderbetreuung während der Integrations- bzw. Sprachkurse
  • weitere Festanstellungsmodelle.

Die neue Satzung berücksichtigt bei der Vergütung u. a. den Qualifizierungsumfang, die Dauer der Tätigkeit sowie die tariflich vergleichbaren Gehälter. Weiterhin sind Anreize für eine höhere Förderleistung und einer täglichen Vorbereitungszeit bei Verzicht auf private Zuzahlungen umgesetzt.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.kreisgg.de/tageskids

Kooperationspartner*innen:
  • MAZ e.V.  
    Bildungsträger und TagesKids Stützpunkt Süd
  • TagesKids Stützpunkt Nord             
    Träger: Stadt Mörfelden-Walldorf
  • TagesKids Stützpunkt Mitte             
    Träger: Regionales Diakonisches Werk Groß-Gerau/ Rüsselsheim
  • TagesKids Stützpunkt Mainspitze     
    Träger: Kommune Bischofsheim
Adresse:

Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str.4
64521 Groß-Gerau

Ansprechpartner*innen:

Dagmar Richter
Fachdienstleitung
Tel.: 06152 989 622
E-Mail: d.richter@kreisgg.de

Elke Horneck
Koordinierungsstelle
Tel.: 06152 989 814 (Geschäftsstelle)
E-Mail: e.horneck@kreisgg.de

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