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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Kreis Steinfurt

Die Kindertagespflege soll als fester Bestandteil des Systems der Kindertagesbetreuung gestärkt und weiter entwickelt werden. Mit der gemeinsamen Teilnahme von vier Stadtjugendämtern und des Kreisjugendamtes am Bundesprogramm „Prokindertagespflege“ wird eine einheitliche vergleichbare Kindertagespflege im Kreis Steinfurt angestrebt, die zukünftig deutlicher als gleichwertiges Angebot in Erscheinung treten soll. Zielführend dazu wird auch die Entwicklung und Etablierung zuverlässiger Vertretungsmodelle sein. Durch Gewinnung neuer Kindertagespflegepersonen sollen mind. 10 % der gesamten Betreuungsplätze im vorschulischen Bereich in der Kindertagespflege vorgehalten werden. Neben der Einführung und Umsetzung des QHB sollen die Anforderungen und Rahmenbedingungen im gesamten Kreis angeglichen werden. Die Verstetigung des QHB ist nach den Entscheidungen der zuständigen politischen Gremien in den jeweiligen Richtlinien festzuschreiben. Aufgrund des Verbundes wird die Koordinierungsstelle beim antragstellenden Träger vielfältige Erfahrungen in den Expertenpool einbringen können.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Verbund aus 5 Jugendämtern im Flächenkreis Steinfurt

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Die mit der Einführung des QHB verbundene Qualitätsentwicklung in der Kindertagespflege wird auch eine höhere Wertschätzung der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson mit sich bringen.  Die Implementierung ist für die Jahre 2019 bis 2021 vorgesehen und von intensiver Zusammenarbeit der Koordinierungsstelle mit den Fachberatungen und externen Bildungsträgern gekennzeichnet. Die Konzeptentwicklung sieht dabei den Beginn mit der Qualifizierung neuer Tagespflegepersonen und anschließend die Aufbauqualifizierung für bereits tätige vor.

Anzahl Tagespflegepersonen

428 (Stand März 2018)

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Themenfelder

Mit Imagekampagnen und vielfältigen Werbemaßnahmen sollen neue Kindertagespflegepersonen gewonnen werden. Hier wird die Weiterentwicklung durch die Qualifizierung nach dem QHB, eine angepasste Vergütung und den damit verbundenen höheren Stellenwert einen zusätzlichen Personenkreis für diese Tätigkeit ansprechen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit sowie anderen Kooperationspartnern ist eine umfangreiche Akquise beabsichtigt.

Um das Profil der Fachberatungen an die gestiegenen Qualitätsanforderungen anzupassen und zu stärken, wird im Jahr 2019 im Verbund mit der Fortbildung "Kompetenzorientierung in der Fachberatung" begonnen. So erhalten die Fachberaterinnen und Fachberater eine einführende Qualifikation, zu der im weiteren Verlauf ein Aufbaumodul entwickelt werden soll.

Für die Umsetzung der Inklusion in der Kindertagespflege und die Erfüllung des Bedarfs an Betreuung von Kindern mit Behinderungen soll in jeder der 24 Kommunen mindestens eine dafür ausgebildete Kindertagespflegeperson tätig sein. Hierzu sind weitere Qualifizierungsmaßnahmen mit Bildungsträgern zu erarbeiten und kreisweit anzubieten.

Für die Weiterentwicklung und verlässliche Ausgestaltung der Kindertagespflege ist die Regelung der Vertretungssituation sowohl für die Einzeltagespflege als auch für Großtagespflegestellen wesentlicher Faktor. Dazu werden verschiedene Modelle evaluiert und optimiert. Möglichkeiten wie verstärkte Kooperation mit den Familienzentren sowie das Modell "4:1" (d. h. jeweils 4 Tagespflegepersonen belegen nur 4 anstatt 5 Plätze und vertreten sich entsprechend gegenseitig) und die Schaffung von Springerlösungen für Vertretungssituationen bei den Großtagespflegestellen werden geprüft.

Regelmäßige Abfragen bei den Eltern zum Betreuungsbedarf und zur Zufriedenheit hinsichtlich der Betreuung sollen zukünftig mehr Transparenz erreichen. Elternverantwortung soll gestärkt und gesichert werden. Die Erarbeitung von Standards für die Bildungsdokumentation, für die es bisher keine einheitliche Vorgehensweise gibt, wird die Erziehungspartnerschaft positiv beeinflussen. Durch die Maßnahmen in den einzelnen Themenfeldern wie Vertretungsregelung, Ausbau der Kindertagespflege, angepasstes Profil der Fachberatung soll das Zusammenwirken mit den Familien verbessert werden.

Typische Merkmale der Kindertagespflege sind die familienähnliche Betreuungsform und kleine Gruppen insbesondere für die Kinder im Alter von unter 3 Jahren sind. Vor dem Hintergrund der Formenvielfalt werden Konzepte für Großtagespflegestellen als betriebsnahe Kindertagesbetreuung erarbeitet. Die engere Verbindung der Stadtjugendämter und des Kreisjugendamtes ermöglicht und vereinfacht flexiblere Betreuung auch über die eigenen Zuständigkeitsgrenzen hinaus.

Das Vergütungssystem wird evaluiert und weiterentwickelt. So soll für Personen, die eine zusätzliche oder höhere Qualifizierung durchlaufen und qualitativ verbesserte Kindertagespflege anbieten, eine höhere leistungsgerechte Geldleistung etabliert werden.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.kreis-steinfurt.de

Kooperationspartner*innen:

Stadt Emsdetten
Stadt Greven
Stadt Ibbenbüren
Stadt Rheine

Adresse:

Kreis Steinfurt
Kreisjugendamt
Tecklenburgerstr. 10
48565 Steinfurt

Ansprechpartner*innen:

Christina Heitmann
Koordinierungsstelle
Tel.: 02551 69 2463
E-Mail: christina.heitmann@kreis-steinfurt.de

Nadine Brand
Koordinierungsstelle
Tel.: 02551 69 2482
E-Mail: nadine.brand@kreis-steinfurt.de

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