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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Jugendamt Saarpfalz-Kreis

Mit dem Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ sollen für das Angebot Kindertagespflege Maßnahmen mit dem Ziel der qualitativen und quantitativen Verbesserung entwickelt  und umgesetzt werden. Das Konzept Kindertagespflege im Saarpfalz-Kreis wird weiterentwickelt und aktualisiert und damit auch der Bekanntheitsgrad der Kindertagepflege im Saarpfalzkreis weiter erhöht. Neben der  Schaffung neuer Betreuungsplätze steht die Sicherung bereits bestehender Betreuungsplätze im Fokus. Dazu soll das Tätigkeitsfeld der Kindertagespflegepersonen attraktiver und existenzsichernd gestaltet werden, um nicht zuletzt tätige Kindertagespflegepersonen langfristig zu binden und der Fluktuation entgegenzuwirken. Ein Netzwerk der Kindertagespflegepersonen soll aufgebaut werden, bedarfsgerecht sollen Fortbildungen auch zum Thema Inklusion angeboten werden. Die Qualifizierung nach QHB ist bereits verstetigt. Auch nach Ablauf des Bundesprogramms werden die Qualifizierungskurse nach dem QHB erfolgen. Die Koordinierungsstelle und alle Akteure vor Ort können gewinnbringend die Erfahrungen aus dem Vorgängerprogramm in den neuen Förderzeitraum einbeziehen.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Kostenfreie Kinderbetreuung während der Qualifizierungskurse, unterschiedliche und passgenaue Vertretungsmodelle

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Die Qualifizierung nach QHB erfolgt durch den antragstellenden Träger und ist bereits verstetigt und die Finanzierung somit abgesichert. Jährlich soll mindestens eine Qualifizierungsmaßnahme stattfinden. Es sollen möglichst viele tätige Kindertagespflegepersonen zur Nachqualifizierung motiviert werden. Während der Kurse besteht das Angebot der kostenfreien Kinderbetreuung. Die Evaluationsergebnisse aus der Teilnahme am Vorgängerprogramm fließen in die weitere Umsetzung ein.

Anzahl Tagespflegepersonen

29 (Stand März 2018)

Themenfelder

Mit neuen und auf verschiedene Medien ausgeweiteten Werbemaßnahmen sollen neue Kindertagespflegepersonen für die Tätigkeit interessiert werden. Die Fachberatung  steht den Kindertagespflegepersonen zur Beratung und Begleitung zur Verfügung. Der enge Kontakt ermöglicht den direkten Informationsfluss hinsichtlich des weiteren Bedarfs zur Optimierung des Tätigkeitsfeldes. Dabei bleiben die in den letzten Jahren bereits verbesserten Rahmenbedingungen (Vergütung, Urlaub, Vertretung, Krankheit, Ausstattung) im Blickfeld. Das Image der Kindertagespflege insgesamt wird befördert.

Standards und Leitbild der Fachberatung werden den steigenden Anforderungen entsprechend weiter entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit und Auswirkungen geprüft. Evaluationen finden regelmäßig statt. Die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen sowie an regionalen und überregionalen Vernetzungs- und Austauschtreffen sind wesentlicher Bestandteil des kontinuierlichen Qualitätssteigerungsprozesses.

In Zusammenarbeit mit dem benachbarten Jugendamt wird die zusätzliche Fortbildung zur Inklusion (30 Unterrichtseinheiten) weiterhin angeboten. Tagespflegepersonen sollen durch die Fachberatung verstärkt zur Teilnahme motiviert werden. Das Konzept findet Ergänzung durch Fortbildungsangebote und Workshops zu einzelnen speziellen Themen aus dem Bereich Inklusion und durch passgenaue auf den Bedarf des Kindes abgestimmte Schulungen im Einzelfall. Ziel ist auch der Aufbau eines  Netzwerkes von Unterstützungssystemen für die inklusive Kindertagespflege.

Die bestehenden Vertretungsmodelle werden fortgeführt und weiterentwickelt, um Eltern eine gesicherte Betreuung ihrer Kinder bieten zu können. Das Modell der „Mobilen Kindertagespflegeperson“ hat sich positiv entwickelt und konnte verstetigt werden. Es wird beobachtet, ob sich der Bedarf einer weiteren „Mobilen Kindertagespflegeperson“ ergibt. Das „BOB-Modell“, bei dem Tagespflegepersonen einen Platz offen lassen und sich gegenseitig unterstützen, wird weiterhin begleitet, andere Vertretungsmodelle werden geprüft und ggf. aufgebaut. 

Die Familien erhalten durch die Fachberatung umfassend Information und Beratung zum Angebot der Kindertagespflege. Es besteht ein regelmäßiger Kontakt zu den Eltern. Für Kindertagespflegepersonen sollen zu den Themen „Bildungspartnerschaft“ und „Gesprächsführung mit Eltern“ Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen  werden. Mit vielfältiger und gezielter Öffentlichkeitsarbeit (Broschüren, Zeitungsartikel und Werbeveranstaltungen) soll über die Kindertagespflege informiert werden,  um deren Bekanntheitsgrad zu steigern.

Für das Betreuungsangebot Kindertagespflege mit seiner Verschiedenartigkeit in der Ausgestaltung wird eine stetige Qualitätsverbesserung angestrebt. Dabei steht die Entwicklung von Standards und Qualitätsmerkmalen auf Kommunal- und Landesebene im Fokus. Es werden insbesondere die Rahmenbedingungen der Qualifizierung und Fortbildung, die Ausgestaltung der (Groß-)Tagespflege sowie die Umsetzung des Bildungsprogrammes beleuchtet.

Die Festsetzung der Vergütung in der Kindertagespflege erfolgt auf der Grundlage landesrechtlicher Regelungen einvernehmlich durch die Kreise und den Regionalverband. Bisher konnte der Saarpfalz-Kreis mit seinen Vorstellungen zur Vergütung Konsens auf der Landkreisebene erzielen. Seit 2016 wurde der Stundensatz bereits zweimal angehoben und liegt derzeit bei 4,50 €. Die Verordnung sieht eine jährliche Überprüfung vor.  

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.saarpfalz-kreis.de

Adresse:

Jugendamt des Saarpfalz-Kreises
Talstr. 57 b
66424 Homburg

Ansprechpartner*innen:

Vera Eckhardt         
Bereich Kindertagespflege
Tel.: 06841 104 8119
E-Mail: vera.eckhardt@saarpfalz-kreis.de

Beate Henn
Bereich Kindertagespflege
Tel.: 06841 104 8172
E-Mail: beate.henn@saarpfalz-kreis.de

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