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Fachbereich Jugend und Familie Kreis Schleswig-Flensburg

Der in der deutsch-dänischen Grenzregion gelegene Kreis Schleswig-Flensburg ist flächenmäßig der drittgrößte des Landes. Da sich die regionale Verteilung der Angebote in Kindertagesbetreuung bislang sehr unterschiedlich gestaltet, ist die Etablierung der Kindertagespflege als eigenständiger qualitativer Baustein im gesamten Kreisgebiet ein wesentliches Ziel bei der Umsetzung des Bundesprogramms „Prokindertagespflege“.  Das Modul Koordinierungsstelle wird beim Landkreis eingerichtet und verfügt bereits über Erfahrungen hinsichtlich Konzepterstellung, Moderation von Arbeitsgruppen und  Netzwerkarbeit. Die Qualifizierung gemäß QHB, gezielte Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich Fachkräftegewinnung und Information,  Kooperationen mit Politik, Wirtschaft und anderen regionalen Akteuren werden die Profilbildung der Kindertagespflege vorantreiben.

Besonderheiten des Vorhabens

  • Kindertagespflege wird als eigenständiger qualitativer Baustein in das System der Kindertagesbetreuung im gesamten Kreisgebiet integriert.

Qualifizierung nach dem QHB (Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege)

Derzeit sind46 Tagespflegepersonen im Landkreis tätig, das QHB wurde bisher nicht umgesetzt. Der Landkreis will dessen Implementierung bis Ende 2021 mit der jährlichen Qualifizierung von 10 neuen Kindertagespflegepersonen vornehmen. Zudem soll insgesamt 25 bereits nach DJI qualifizierten Tagespflegepersonen die Anschlussqualifizierung ermöglicht werden. Maßnahmen zur anschließenden Verstetigung ab 01.01.2022 sollen zeitentsprechend geplant und auf den Weg gebracht werden.

Anzahl Tagespflegepersonen

46

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Themenfelder

Durch eine gezielte Imageaufwertung der Kindertagespflege sowie besonderer Anreize für die Tätigkeit in Kindertagespflege soll jährlich eine konstante Zahl neuer Kindertagespflegepersonen gewonnen werden. Mehr und neue Kontakte zu verschiedenen Kooperationspartnern unterstützen den Aufbau und die Intensivierung einer fachlichen Vernetzung. Ein kollegialer Austausch soll die Fluktuation mindern. Dazu dient auch eine Bewertung  der  aktuellen Rahmenbedingungen, um förderliche Faktoren zu stärken und etwaige Stolpersteine zu mindern.

Die Fachberatung wird personell erweitert, um umfassend auf alle Fragen zur Kindertagespflege eingehen zu können. Sie wird in ein fachliches sowie regional übergreifendes Netzwerk eingebunden. 

Inklusion als Haltung und Prozess wird als obligatorischer Bestandteil der Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen zu gestalten sein.
Bei der Weiterentwicklung dieses Themas im Landkreis ist die Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren wie der Unterarbeitsgruppe "Inklusion in Kindertagesstätten" des Kreises und die dortige Verankerung des Themenfeldes „Kindertagespflege und Inklusion“ zielführend.

Mit der Erarbeitung und Umsetzung eines neuen Vertretungsmodells soll die Kindertagespflege ebenso verlässlich angeboten werden können wie die Betreuung in einer Kita.

Mittels der Einführung einer standardisierten Befragung von Eltern durch die Koordinierungsstelle soll u. a. die Bedarfsermittlung optimiert werden.
Die weitere Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen wird diese in die Lage versetzen, Eltern in Bildungs- und Erziehungsfragen besser unterstützen und ggf. auch weiter vermitteln zu können. Hier sind die Bereiche des Kinderschutzes und der Inklusion einbezogen.

Während der Programmlaufzeit werden Merkmale für den Kreis Schleswig-Flensburg erarbeitet und festgelegt.

Die Vergütung der Kindertagespflegepersonen soll bis Ende des Förderzeitraumes ansteigen.

Kontakt

Trägerwebseite:

http://www.schleswig-flensburg.de

Adresse:

Kreis Schleswig-Flensburg
Der Landrat
Fachbereich Jugend und Familie
Moltkestraße 25
24837 Schleswig

Ansprechpartner*innen:

Claudia Kilian
Koordinierungsstelle ProKindertagespflege
Tel.: 04621 48122-942
E-Mail: claudia.kilian@schleswig-flensburg.de

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